WIENER KLASSIK Hamburg

Sonntag, 27. Januar 2019, Hamburg

4. Konzert · Beginn: 11:00 Uhr · Einführung: 10:15 Uhr
Haydn · Saint-Saëns · Beethoven
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Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 6 D-Dur („Le matin“)

Diese Sinfonie schrieb Haydn für die exzellenten Solisten der Hofkapelle in Schloss Esterházy. Technisch und musikalisch schöpfte er aus dem Vollen. Es entstand ein kleines Wunder musikalischer Einfälle und spielerischer Finessen.

Camille Saint-Saëns

Klavierkonzert Nr. 2 g-Moll op. 22
Klavier: Hinrich Alpers

An die Tradition der Wiener Klassik anknüpfend gestaltet sich dieses Konzert individuell mit einer improvisatorischen Solokadenz gleich zu Beginn des 1. Satzes und eines scherzenden Allegro anstelle eines üblichen langsamen Satzes. Ungeheuer virtuos ist das Finale, eine Art Tarantella.

Ludwig van Beethoven

Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 36

Sie zeigt einen Moment zwischen dem Abschied von Haydns Einfluss und vor dem Quantensprung in die neue sinfonische Dimension der „Eroica“. Klassische Spielarten und ein weit ausgesungenes Larghetto faszinieren.

 

Sonntag, 24. Februar 2019, Hamburg

5. Konzert · Beginn: 11:00 Uhr · Einführung: 10:15 Uhr
Händel · Mozart · Haydn
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Georg Friedrich Händel

Concerto grosso h-Moll op. 6 Nr. 12

In einer vom Vater und Gönner verordneten Italienreise sollte der junge Komponist die italienische Art, Melodien zu erfinden, erlernen. Auf diese Weise kam Händel auf das interessante Experiment des Concerto grosso, neben der artifiziellen Kunstbauweise Melodisches dazu zu erfinden.

Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonia concertante für Violine, Viola und Orchester Es-Dur KV 364

Ein Meisterwerk allererster Klasse. Die Violine pflegt eine intime Zwiesprache mit ihrer älteren Schwester, der Viola. Der Austausch von wunderbaren Gedanken kennzeichnet den 1. Satz. Im 2. Satz erreichen beide Instrumente die Grenze der Gefühle. Die fast schon romantische Tonsprache macht diesen Satz zu einem beglückenden „Sonderfall“ im Schaffen Mozarts. Da wirkt der virtuose 3. Satz fast wie eine Befreiung.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 103 Es-Dur („mit dem Paukenwirbel“)

Nicht zu verwechseln mit der Sinfonie „mit dem Paukenschlag“. Man erlebt alle Vorzüge des reifen Stils Haydns. Geheimnisvoll leitet die Pauke das Anfangs-Adagio ein. Das Variationsgeflecht des 2. Satzes ist ein Kunstwerk für sich. Die höfische Tanzmusik des Menuetts und auch der 4. Satz sind eine Klasse für sich.

 

Sonntag, 24. März 2019, Hamburg

6. Konzert · Beginn: 11:00 Uhr · Einführung: 10:15 Uhr
Donizetti · Schumann · Mendelssohn
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Gaetano Donizetti

Ouvertüre zu „Don Pasquale“

Eine ausgezeichnete Ouvertüre schmückt die Spieloper „Don Pasquale“. Einfallsreich und wirkungsvoll ist die Präsenz vieler Motive und Themen in buntem Neben- und Nacheinander.

Robert Schumann

Violinkonzert d-Moll

Sein Violinkonzert gehört zum festen Repertoire eines jeden Künstlers. Die edle Anmut und Melodienseligkeit geben besonders dem 2. Satz eine romantische Verträumtheit. Virtuosität ist hier Mittel zum Zweck.

Felix Mendelssohn

Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90 („Italienische“)

Seine 4. Symphonie ist das Produkt einer Italienreise, verzichtet aber auf allzu folkloristische Stimmungsbilder. Berühmt ist der balladeske 2. Satz. Der 3. Satz mit seiner anmutigen Tanzweise verströmt und verliert sich. Das Presto entwickelt sich bald zu stürmischem Trubel und macht der Namensgebung „Italienische“ alle Ehre.

Sonntag, 28. April 2019, Hamburg

7. Konzert · Beginn: 11:00 Uhr · Einführung: 10:15 Uhr
Telemann · Crusell · Rossini · Mozart
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Georg Philipp Telemann

Orchestersuite G-Dur TWV 55:G 2 („La Bizarre“)

Der „Vielschreiber“ und dennoch geniale Komponist lässt an „La Bizarre“ keinen kompositorischen Trick aus. Es macht Spaß, ihm zuzuhören, Schadenfreude eingeschlossen.

Bernhard Henrik Crusell (1775-1838)

Klarinettenkonzert Nr. 3 B-Dur op. 11
Klarinette: Alexander Hildebrand

Wenig bekannt, aber im Konzertsaal stark im Kommen sind die Klarinettenkonzerte des finnischen Komponisten Crusell. Er verbrachte sein Leben überwiegend in Stockholm. Zwischen den Meilensteinen Mozart und Carl Maria von Weber ist Crusells Opus 11 ein Juwel an Virtuosität und Kantabilität.

Gioachino Rossini

Ouvertüre zu „Die seidene Leiter“ (La Scala di Seta)

Die Ouvertüre erfüllt den Anspruch der Virtuosität ganz und gar. Sie ist eine Herausforderung eines jeden Oboisten und kündigt in einem tempogeladenen Einstieg die verteufelte „Scala“ an. Darüber hinaus hat das Werk alle Vorzüge eines Meisters im Schreiben von Ouvertüren.

Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonie Nr. 33 B-Dur KV 319

Entgegen aller Regel gab Mozart diese Sinfonie ohne das gewöhnliche Menuett heraus. Auch sonst hat dieses Meisterwerk ein doppeltes Gesicht: ohne Flöten, Trompeten und Pauke, aber mit Zitaten, die er z. B. nochmals in der „Jupiter-Sinfonie“ verwendet, ist sie formal ein Unikum. Übrigens komponierte Mozart das vom Publikum erwartete Menuett gehorsam später nach.