WIENER KLASSIK Hannover

Sonntag, 18. Februar 2018, Hannover

3. Konzert · Beginn: 20:00 Uhr · Einführung: 19:15 Uhr
Mozart · Mendelssohn · Haydn
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Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonie Nr. 30 D-Dur KV 202

Im Gegensatz zur großen Jupitersinfonie ist die kleine D-Dur ein Leichtgewicht. Was sie auszeichnet ist Frische, meisterliche Schreibweise und Kürze. Sie eignet sich hervorragend als „Ouvertüre“ zu Mendelssohns Klavierkonzert.

Felix Mendelssohn

Klavierkonzert Nr. 1 g-Moll op. 25
Klavier: Tomoki Kitamura, Preisträger der International Telekom Beethoven Competition Bonn

Wer Mendelssohns Klavierkonzert spielen will, braucht schnelle Finger. Sein Konzert in g-Moll op. 25 ist geprägt von hoher Virtuosität. Der Zuhörer merkt bald, dass es dem Komponisten um mehr ging als diese oft vordergründige Spielweise. Das Konzert weist eine Menge schöner musikalischer Gedanken vor, nicht nur im 2. Satz. Mendelssohn, selbst ein erfahrener Pianist, sucht den sinnvollen Kontakt zum begleitenden Orchester auch als Komponist.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 102 B-Dur

Haydn nimmt vieles vorweg, was Beethoven später berühmt gemacht hat. Nach einer spannenden Einleitung wird mit einem dreinfahrenden Thema ein erster Satz geformt, der vor Virtuosität, krassen Gegensätzen und Spannung nur so strotzt. Meisterhaft gearbeitet ist der 2. Satz mit seinen weichen Koloraturen. Das Trio des Menuetts ist ein inniger Dialog der Instrumente. Heiterkeit und Humor sind die Merkmale des raschen Finales.

 

Sonntag, 11. März 2018, Hannover

4. Konzert · Beginn: 20:00 Uhr · Einführung: 19:15 Uhr
Mendelssohn · Beethoven · Reger
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Felix Mendelssohn

Ouvertüre zum „Märchen von der schönen Melusine“

Mendelssohns Streben ist das Verdeutlichen eines momentanen „romantischen“ Erlebnisses. Seine Ouvertüren haben Namen, die den Hörer leiten und lenken. Seine „Hebriden“ sind das beste Beispiel. Das „Märchen von der schönen Melusine“ ist ein traumhaft schönes Stück illustrierender Musik. Hier zeigt Mendelssohn seine Erfahrung mit den Mitteln eines romantischen Orchesters.Die düstere Einleitung zeichnet die Qual der Unterdrückung der Niederlande durch Alba. Wilder Aufruhr führt zum Sieg. Das Schluss-Allegro feiert die gewonnene Freiheit.

Ludwig van Beethoven

Violinkonzert D-Dur op. 61
Violine: Ziyu He (Preisträger des Internationalen Mozartwettbewerb der Universität Mozarteum, Salzburg)

Beethovens Violinkonzert ist bei fast allen Musikern ein nie zu bezwingender Berg. Es bietet nicht die Virtuosität eines Paganini, Lalo oder Tschaikowsky. Von den gefürchteten gebrochenen Oktaven des Anfangs an sind die Läufe von einer absoluten und auch vom musikalischen Laien durchaus zu beurteilenden Klarheit. Musikalische Fehler sind wie Regelverstöße. Die Intonation muss makellos sein. Ein hervorragendes Instrument ist Grundvoraussetzung. Dieses Konzert ist nichts für Angsthasen.

Max Reger

Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart op. 132

Bewahren der Tradition und Wegbereitung des Neuen ist Regers Devise, hier in einer Reminiszenz an Mozarts A-Dur-Klaviersonate. Die Fuge gilt seit jeher als Zeichen hoher Kunst.