WIENER KLASSIK Berlin

Donnerstag, 28. September 2017, Berlin

1. Konzert · Beginn: 20:00 Uhr · Einführung: 19:15 Uhr
Telemann · Mozart · Vivaldi · Haydn
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Georg Philipp Telemann

Orchestersuite C-Dur TWV 55:C 3 („Hamburger Ebbe und Flut“)

Dem Zeitgeschmack huldigend lässt Telemann die griechische Mythologie hochleben. Der verliebte Neptun sieht den spielenden Najaden zu, der scherzende Tritonus weckt die schlafende Thetis. „Ebbe und Flut“ sind ein Werk des stürmenden Aeolus. Der Flut folgt die Ebbe mit dem „angenehmen“ Zephir.

Wolfgang Amadeus Mozart

Oboenkonzert C-Dur KV 285d
Oboe: Juri Schmahl

In Originalgestalt ein Werk für Oboe und Orchester. Dann nahmen es die Flötisten für sich, allerdings in D-Dur. Neulich erschien es als Cellokonzert. Da sind wir nicht so empfindlich, weil Mozart nichts für Violoncello-Solo hinterlassen hat. 

Antonio Vivaldi

Concerto grosso F-Dur op. 3 Nr. 7

Antonio Vivaldi straft auch bei diesem Werk die Leute, die sagen, dass er ein Werk 100 Mal mit kleinen Unterschieden geschrieben habe. Sein Einfallsreichtum und die Meisterschaft der Verwandlung und die Beherrschung der Streichinstrumente machen auch dieses Werk spannend.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 73 D-Dur („La chasse“)

Den Namen „La chasse“ verdankt die Sinfonie ihrem Schluss-Satz. Hier lässt Haydn die Jagdhörner die Jagd beginnen. Die 3 vorausgehenden Sätze verbreiten pastorale Stimmung und musikalische Anmut, die das ganze Bild des 2. Satzes beherrscht.

Dienstag, 31. Oktober 2017, Berlin

2. Konzert · Beginn: 20:00 Uhr · Einführung: 19:15 Uhr
Brahms · Beethoven
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Johannes Brahms

Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15
Klavier: Ekaterina Litvintseva

Brahms spürte, wie er selbst zugab, bei dem Gedanken eine Sinfonie zu komponieren, den „Riesen Beethoven hinter sich marschieren“. Sein erster Versuch, der großartiges sinfonisches Material zeigte, schenkte uns ein Konzert von nie gehörter Symbiose von Klavier und dem sinfonisch auftrumpfenden Orchester. Berühmt wurde sofort der 2. Satz, als ausdrucksreiches Stimmungsbild angelegt, gefolgt von einem schwungvollen Finale.

Ludwig van Beethoven

Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 („Pastorale“)

Beethoven war ein kompromissloser Verfechter der „absoluten Musik“. In seiner beim Publikum hochgelobten 6. Sinfonie, der „Pastorale“, wurde er zum ersten Mal seiner Maxime untreu. Mit seinen Satzüberschriften leitet er den Hörer in die Landpartie, an die lauschige Stelle eines Bachufers, lässt die Paare tanzen, vor dem Gewitter fliehen und mit einem Hirtengesang den Ausflug beenden.

Mittwoch, 6. Dezember 2017, Berlin

3. Konzert · Beginn: 20:00 Uhr · Einführung: 19:15 Uhr
Festliches Weihnachtskonzert
Sopran - Cordula Berner | Trompete - Markus Czieharz
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Johann Sebastian Bach

Choral für Orchester „Jesus bleibet meine Freude“ aus der Kantate BWV 147

Wolfgang Amadeus Mozart

Exsultate, jubilate KV 165 für Solosopran und Orchester

Tommaso Albinoni

Adagio g-Moll

Antonio Vivaldi

Domine Deus aus dem Gloria RV 589

Wolfgang Amadeus Mozart

„Laudamus te“ aus der Missa c-Moll KV 427

Johann Sebastian Bach

Allegro aus dem Konzert für Oboe d’amore und Streicher A-Dur BWV 1055

Giuseppe Tartini

Trompetenkonzert D-Dur D. 53

Georg Friedrich Händel

Ouvertüre und Arie „Rejoice greatly, O daughter of Zion“ aus dem Messias

Maria Theresia Paradis

Sicilienne

Engelbert Humperdinck

Gesänge der Gretel „Wo bin ich? – Wach‘ ich?“ und „Mir träumte, ich hör‘ ein Rauschen und Klingen“ aus dem Märchenspiel Hänsel und Gretel

Antonín Dvorak

Romanze

Dienstag, 30. Januar 2018, Berlin

4. Konzert · Beginn: 20:00 Uhr · Einführung: 19:15 Uhr
Rossini · Grieg · Mozart
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Gioachino Rossini

Ouvertüre zu „Der Barbier von Sevilla“

Braucht man gute Laune: Rossini hören! Seine Ouvertüre zum „Barbier“ hat Witz, Orchestervirtuosität und Melodien zum Mitpfeifen.

Edvard Grieg

Klavierkonzert a-Moll op. 16
Klavier: Tamari Okroashvili

Das Klavierkonzert von Grieg hat 3 wunderbare Sätze. Der 1. zeigt kraftstrotzende Momente und Gesanglichkeit im 2. Thema, verarbeitet alles miteinander und zeigt als Jugendwerk schon großes formales Können. Ins „Reich der Träume“ versetzt, erfährt der Zuhörer wunderbare Melodien und schwärmerische Streicherepisoden. Sehr nordisch geprägt ist der 3. Satz, der in der Mitte ein Juwel lyrischer Innigkeit bereithält.

Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 („Jupiter-Sinfonie“) 

Im sinfonischen Schaffen Mozarts ist sie in den melodischen Einfällen der ersten 3 Sätze voller Schönheit. Der 4. Satz ist ein Meisterwerk kompositorischen Könnens hinsichtlich Polyphonie und Satztechnik.

 

Donnerstag, 15. März 2018, Berlin

5. Konzert · Beginn: 20:00 Uhr · Einführung: 19:15 Uhr
Mendelssohn · Beethoven · Reger
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Felix Mendelssohn

Ouvertüre zum „Märchen von der schönen Melusine“

Mendelssohns Streben ist das Verdeutlichen eines momentanen „romantischen“ Erlebnisses. Seine Ouvertüren haben Namen, die den Hörer leiten und lenken. Seine „Hebriden“ sind das beste Beispiel. Das „Märchen von der schönen Melusine“ ist ein traumhaft schönes Stück illustrierender Musik. Hier zeigt Mendelssohn seine Erfahrung mit den Mitteln eines romantischen Orchesters.Die düstere Einleitung zeichnet die Qual der Unterdrückung der Niederlande durch Alba. Wilder Aufruhr führt zum Sieg. Das Schluss-Allegro feiert die gewonnene Freiheit.

Ludwig van Beethoven

Violinkonzert D-Dur op. 61
Violine: Thomas Reif (Preisträger des Internationalen Mozartwettbewerb der Universität Mozarteum, Salzburg)

Beethovens Violinkonzert ist bei fast allen Musikern ein nie zu bezwingender Berg. Es bietet nicht die Virtuosität eines Paganini, Lalo oder Tschaikowsky. Von den gefürchteten gebrochenen Oktaven des Anfangs an sind die Läufe von einer absoluten und auch vom musikalischen Laien durchaus zu beurteilenden Klarheit. Musikalische Fehler sind wie Regelverstöße. Die Intonation muss makellos sein. Ein hervorragendes Instrument ist Grundvoraussetzung. Dieses Konzert ist nichts für Angsthasen.

Max Reger

Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart op. 132

Bewahren der Tradition und Wegbereitung des Neuen ist Regers Devise, hier in einer Reminiszenz an Mozarts A-Dur-Klaviersonate. Die Fuge gilt seit jeher als Zeichen hoher Kunst.