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Gegen Ende des Jahres 1968 hatte der Dirigent
Heribert
Beissel die Idee, einen Kammerchor ins Leben zu rufen, um das
Chur Cölnische Orchester (später Klassische Philharmonie Bonn), das
er neun Jahre vorher gegründet hatte, durch eine Vokalgruppe zu
ergänzen. Abgesehen davon, daß Beissel a-cappella-Musik aller
Epochen, also vom Barock bis zum 20. Jahrhundert, pflegen wollte,
war es seine vorrangige Absicht, dem Konzertpublikum den großen
Umfang der Musik für Chor und Orchester - unter besonderer
Berücksichtigung des Oratoriums - auf exemplarische Weise mit
seinem Ensemble zu präsentieren. Von diesem Niveau ausgehend
entschied er sich, mit einem kleinen Chor zu arbeiten - im
Gegensatz zu der üblichen Praxis der 60er Jahre, diese Werke mit
großen Chören aufzuführen.
Innerdeutsche Konzertreisen - meist gemeinsam mit der Klassischen
Philharmonie Bonn - führten den Chur Cölnischen Chor in die meisten
deutschen Musikstädte. Des weiteren hat der Chor zahlreiche
Auslandtourneen unternommen, so nach Großbritannien, Frankreich,
Belgien und Spanien, aber auch nach Brasilien, Australien, Malaysia
und in den Jemen. Wegen Ihres hohen kulturellen Werts werden diese
außereuropäischen Reisen häufig durch das
Goethe Institut, vormals
Deutscher Musikrat gefördert.
Ständiger Dirigent des Chores ist Professor Heribert Beissel,
Chefdirigent der Klassichen Philharmonie Bonn sowie
Generalmusikdirektor des Brandenburgischen Staatsorchesters in
Frankfurt an der Oder.